Rot-Kreuz-Haus: Viele helfen zusammen

Erstellt am 30. November 2016 | 05:11
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_6768617_zwe48zwettl_rotes_kreuz.jpg
Rot-Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer Manfred Ehrgott mit Morteza Husseini, der bei der Renovierung der Ruheräume im Rot-Kreuz-Haus fleißig Hand anlegt.Lassmann-Moser
Foto: NOEN, Brigitte Lassmann-Moser
Im Rot-Kreuz-Haus tummeln sich derzeit die freiwilligen Handwerker. Rot-Kreuz-Chef tritt Gerüchten entgegen.

Renoviert wird derzeit der nichtöffentliche Teil im Rot-Kreuz-Haus auf der Propstei. Und Asylwerber Morteza Husseini ist einer der fleißigsten Helfer dabei.

Die bereits für das Vorjahr geplanten Arbeiten, die aufgrund der Flüchtlingswelle, bei der das Rote Kreuz intensiv im Einsatz stand, verschoben werden mussten, wurden nun im Herbst in Angriff genommen und sollen bis Weihnachten abgeschlossen werden.

„Ich habe geschickte und motivierte Mitarbeiter, die anpacken und etwas tun. Das ist nicht selbstverständlich!“

Manfred Ehrgott

Freilich kursieren in Zwettl miese Gerüchte, dass die Renovierung notwendig geworden sei, weil die dort eine Zeitlang unterbrachten Flüchtlinge die Räumlichkeiten „versaut“ hätten. „Ganz im Gegenteil“, ärgert sich Rot-Kreuz-Bezirksgeschäftsführer Manfred Ehrgott, „sie helfen mit, dass das Haus schöner wird“.

Speziell Morteza Husseini aus Afghanistan, der mit seiner und einer zweiten Familie gut ein halbes Jahr im Rot-Kreuz-Haus untergebracht war, legt bei den Renovierungsmaßnahmen sehr eifrig Hand an. Morteza ist seit Sommer des Vorjahres in Zwettl und gehört seit dem Frühjahr als freiwilliger Mitarbeiter dem hiesigen Rot-Kreuz-Team an.

Konkret werden – nebst den üblichen Renovierungsarbeiten, die in einem Haus anfallen – die Ruheräume der Mitarbeiter, vor allem der ehrenamtlichen, in Einzelzimmer aufgeteilt, „um ihnen ein gewisses Maß an Privatsphäre zu ermöglichen“, erzählt Ehrgott. Außerdem werden die Räume mit einer neuen Beleuchtung und einem Fernsehgerät ausgestattet.

Und das großteils in Eigenregie mit Unterstützung der hauptberuflichen, aber auch der freiwilligen Sanitäter sowie der Zivildiener, „weil das wesentlich günstiger ist“, so Ehrgott. „Ich habe geschickte und motivierte Mitarbeiter, die anpacken und etwas tun. Darüber bin ich sehr froh, denn das ist nicht selbstverständlich“, meint der Bezirksstellengeschäftsführer. Und dort, wo Firmen gebraucht werden, kommen heimische zum Zug, darauf legt Ehrgott großen Wert. Vier Zimmer sind bereits fertig, acht weitere werden noch folgen.

Und setzt sich Morteza Husseini so für die Renovierungsarbeiten ein? „Weil es mir wichtig ist, zu helfen, und weil ich gerne herkomme!“ Außerdem will er etwas von der Hilfe zurückgeben, die er in Österreich erfahren hat.