Viel Lärm um nichts

Erstellt am 25. März 2015 | 06:45
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Foto: NOEN, Maria Moll
Theatergruppe Zwettl spielt erstmals Shakespeare – und sorgt für eine amüsante und sehr gelungene Darbietung.

Liebe, Lügen und Intrigen, das ist der Stoff des neuen Stücks, das die Theatergruppe Zwettl noch bis 28. März im Stadtsaal zeigt. Zum 40-jährigen Bestehen der Gruppe, die 1975 durch Ottomar Demal neu aktiviert wurde, gelangt erstmals ein Werk von William Shakespeare zur Aufführung: „Viel Lärm um nichts“. „Wir wollten ein abwechslungsreiches Stück, das sich nicht mit jenen vergleicht, die wir in den Jahren davor gezeigt haben“, sagt Regisseurin Evi Leutgeb.

Gleich zu Beginn der Vorstellung eine Überraschung! Josef Koppensteiner, der umtriebige Tubaspieler, stellt in der Rolle des Sängers auf der kreativ dekorierten Bühne den Inhalt des Stücks in groben Zügen vor und spielt dazu Harmonika: „Hört ihr Leute, lasst euch erzählen“, beginnt er, um dann nach den Texten des großen englischen Autors William Shakespeare von Liebe, von Freude und Leid zu singen.

Die Handlung der Komödie „Viel Lärm um nichts“ dreht sich hauptsächlich um ein sanftes und um ein zänkisches Liebespaar. Es beginnt mit der Rückkehr des mächtigsten Mannes in Süditalien - Don Pedro - und seinen Vertrauten Claudio und Benedikt aus dem Krieg. Siegreich, übermütig und voller Lebensfreude statten sie Leonato, dem mächtigsten Mann in Messina, einen Besuch ab. Dabei verliebt sich Claudio auf den ersten Blick in Hero, Leonatos Tochter, die ihm ebenfalls gleich zugetan ist.

Viele Irrungen und Wirrungen

Parallel dazu entwickelt sich eine ungewöhnliche, großartig dargestellte Liebesgeschichte um Benedikt und Beatrice, Leonatos verwaiste Nichte, zum großen Thema. Die beiden können einander nicht ausstehen und zeigen sich als der Liebe gänzlich abgeneigt. „Don’t marry, be happy“ verkündet Benedikt, der sich vorerst nur zur Liebe zu seiner Mutter bekennt. Beatrice, die sehr stolz auf ihre hohe Intelligenz ist, bezeichnet alle anderen, besonders verliebte Männer, gerne als Trottel.

Zum Spaß der Zuschauer fällt manch deftiger Spruch. Auch die kurios falsche Verwendung von Fremdwörtern durch den Ordnungshüter Holzapfel ist amüsant. Und ab und zu bringt Musik ganz neuen Schwung, z. B. wenn die männlichen Darsteller Herbert Grönemeyers „Männer“ zum Besten geben. Oder der „Sänger“ spielt auf der Ukulele und singt dazu.

Es gibt viele Irrungen und Wirrungen, bis sich das Happy End abzeichnet. Aber: „Das Schönste am Menschen ist, dass er sich ändern kann.“

Um die amüsante und sehr gelungene Darbietung der Theatergruppe Zwettl zu sehen, haben Sie noch Mittwoch, den 25., Freitag, den 27. und Samstag, den 28. März, jeweils um 19 Uhr, Gelegenheit.
 


Die Mitwirkenden

Die Personen des Stücks und ihre Darsteller:
Don Pedro: Stefan Leisser
Claudio: Daniel Ruttinger
Benedikt: Gerald Gundacker
Balthasar: Josef Dirnberger
Sänger: Josef Koppensteiner
Don Juan: Paul Peschel
Borachio: Sebastian Keltner
Conrad: Bernhard Kienmeyer
Leonato: Alfred Hauer
Hero: Marina Sulzbachner
Beatrice: Michaela Mikesch
Margarethe: Sabine Kapeller
Ursula: Barbara Dirnberger
Pater Francesco: Derk-Jan Bellink
Holzapfel: Peter Hahn
Schlehwein: Josef Koppensteiner
Wache: Manfred Hinterndorfer
Schreiber: Michael Zahrl, Franz Fichtinger
Panetone: Derk-Jan Bellink

Hinter der Bühne:
Ton- und Lichttechnik: Toni Trappl, Thomas Göschl, Christian Wiesmüller
Maske: Stephi Loidl
Frisuren: Edeltraud Schwarzinger
Souffleuse: Elisabeth Koller, Hermi Fuchs
Bühnenbild: Martin Mikesch, Daniel Ruttinger, Christoph Jagsch, Franz Bogner
Requisiten: Lisa Bind, Evelyne Loidl
Kostüme: Evelyne Loidl, Irene Scherz, Kostümverleih Helga Schmoll

Fotos: Jürgen Zahrl, Martin Mikesch, Christoph Jagsch, Paul Peschel, Evi Leutgeb

Werbung: Bernhard Kienmeyer, Isabella Hahn, Evi Leutgeb, Manfred Hinterndorfer, Barbara Dirnberger, Alfred Hauer, Peter Hahn, Martin Mikesch

Grafische Gestaltung: Tom Weiss, kiwiblau
Homepage: Jürgen Zahrl

Fotoausstellung im Foyer: Michael Hoffmann
Trailer und Filmaufnahmen: Peter Hahn
Abendkasse: Elfi Witura
Regie: Evi Leutgeb

Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher GmbH