Hilfe in Karenzfragen, nicht nur bei Schwangerschaft

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 04:19
Lesezeit: 2 Min
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Zogen eine Bilanz zum Projekt: Martina Huttar, Mirjam Walch, Gabriela Hüther, Elisabeth Flügl (Europäischer Sozialfonds) Martin Etlinger (Geschäftsführung Menschen und Arbeit GmbH) und Margareta Veitschegger.
Foto: Anna Hohenbichler
Betriebe aus der ganzen Region werden von Zwettl aus in Karenzfragen beraten. Dabei geht es nicht nur um Elternkarenz.

Wenn sich Gabriela Hüther und Mirjam Walch vorstellen, ist die Reaktion ihres Gegenübers meistens ähnlich. „Am Telefon habe ich einmal als Antwort bekommen: ‚Also ich bin nicht schwanger‘, dann habe ich erklärt, was wir alles anbieten“, schmunzelt Mirjam Walch.

Sie und ihre Kollegin Gabriela Hüther sind Beraterinnen der NÖ Karenzberatung. Entgegen des ersten Eindrucks: Dabei geht es nicht nur um Elternkarenz. Die beiden sind vom Zwettler Standort bei „FRAU iDA“ aus fürs ganze Waldviertel zuständig. Seit Anfang 2020 läuft das Projekt, in dessen Rahmen eigenen Angaben zufolge knapp 800 Unternehmen in der Region kontaktiert wurden. Fördergeber sind das Land Niederösterreich und der Europäische Sozialfonds.

Vorige Woche wurde eine Bilanz gezogen, auch von Margareta Veitschegger und Martina Huttar von der Projektleitung der NÖ Karenzberatung: Hauptsächlich habe man bisher Klein- und Mittelunternehmen beraten – allerdings quer durch die Branchen. „Auch wir haben uns am Anfang die Frage gestellt, wer sich dafür interessieren wird. Heute wissen wir, dass unser Angebot breiten Anklang findet, nicht zuletzt weil die Fördergeber Vertrauen bei den Betrieben schaffen“, resümiert Gabriela Hüther.

Das Angebot umfasst etwa auch Wiedereinstiegs- und Vertretungsmanagement. Von ihren positiven Erfahrungen mit der Karenzberatung in der betrieblichen Praxis erzählten Dunja Eisner von MühlenHof-RadVit in Vitis und Nina Ruso von RZA in Gmünd.