Weiter Kampf um den Schutzweg. 153 Bürger unterschrieben gegen Entfernung des Zebrastreifens.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:00)
Archiv/Markus Füxl
Wollen, dass der Zebrastreifen in der Waldrandsiedlung erhalten bleibt: Konstantin Doleschal, Sophie Strohmayr, Nadine Floh, Vanessa Krammer, Lukas Bruckner und Raphael Floh (vorne von links) sowie Gertrude Bruckner, Petra Bruckner, Leopold Bruckner und Franz Macek (hinten).

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Petra Bruckner, die sich mit den Bewohnern der Waldrandsiedlungen für den Erhalt des Zebrastreifens einsetzt.

Dieser soll wegen zu geringer Fußgängerfrequenz entfernt werden (die NÖN berichtete). Die Bezirkshauptmannschaft ordnete die Maßnahme an, die bisher wegen der Witterung noch nicht umgesetzt wurde. Bezirkshauptmann Michael Widermann rechtfertigte damals den auch ihm vorgeschriebenen Vorgang: „Die Autofahrer gewöhnen sich an die geringe Fußgängerfrequenz und passen nicht mehr auf. Gleichzeitig verlassen sich vor allem Kinder blind darauf, dass die Fahrzeuge stehen bleiben.“

Das wollen die Ortsbewohner nicht auf sich sitzen lassen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Ortsvorsteher Siegfried Pöll brachte Petra Bruckner inzwischen ihre Unterschriftenliste bei der Bezirkshauptmannschaft Zwettl und auf der Stadtgemeinde ein. 153 Unterschriften wurden zum Erhalt des Schutzwegs von Anrainern der Waldrandsiedlung I und Waldrandsiedlung II gesammelt.

Moser: „Entfernung wäre Verschlechterung“

Die Grünen kürten die geplante Entfernung des Schutzweges nun zum „Schildbürgerstreich des Monats“. Landessprecherin Helga Krismer und die Zwettler Landtagsabgeordnete Silvia Moser waren auch vor Ort und glauben ebenso, wie die Bewohner, dass es sich durch die Entfernung des Zebrastreifens um eine Verschlechterung des Fußgängerschutzes handelt: „Verkehrssicherheit gibt’s in Niederösterreich anscheinend nur mehr für Autos“, meinen sie und wollen in der nächsten Landtagssitzung einen Antrag zum Erhalt der Schutzwege im Bundesland einbringen.